Dr. Jonas Becker erhält den Lotte-Köhler-Preis

11.02.2026

Dr. Jonas Becker erhält den Lotte-Köhler-Preis

Rechts schwebt das Cover von "Verletzbarkeit im Diskursraum Flucht" und links ist das Portrait des Autors zu sehen.

Mit seinem Werk Verletzbarkeit im Diskursraum Flucht erhält Dr. Jonas Becker den Lotte-Köhler-Preis 2025 in der Kategorie des Nachwuchspreises. In seiner Arbeit verbindet er Fluchtmigrationsforschung, Subjektivierungsforschung und Biographieforschung. Auf der Grundlage biographisch-narrativer Interviews mit zwangsmigrierten Menschen wird darin auch die Überlagerung von Rassismus und Ableismus im Kontext von Fluchtmigration untersucht.

Der Lotte-Köhler-Preis wird an Wissenschaftler:innen vergeben, die durch exzellente Leistungen zur Profilierung und Verbreitung der psychoanalytischen, kultur- und sozialpsychologische Entwicklungs- und Identitätsforschung beigetragen haben. Er ist eine gemeinsame Initiative des Hans-Kilian- und Lotte-Köhler-Zentrums und des Sigmund-Freud-Instituts (SFI) in Frankfurt am Main. Der Preis wird jährlich in zwei Kategorien (Hauptpreis und Nachwuchspreis) ausgeschrieben und verliehen.

Mehr Informationen zum Werk

In diesem Buch werden Fluchtmigrationsforschung, Subjektivierungsforschung und Biographieforschung miteinander verknüpft. Ein Fokus der theoretischen Auseinandersetzung liegt auf dem Einbezug psychoanalytischer Perspektiven in die Subjektivierungsforschung und nimmt so die Tiefendimension von Subjektivation in den Blick. Auf Grundlage biographisch-narrativer Interviews wird die Überlagerung von Rassismus und Ableismus im Kontext von Zwangsmigration untersucht und auf ihr spezifisches Verletzungspotential hin befragt. Die Studie liefert damit kritische Impulse zur Frage nach Vulnerabilität in Zusammenhang mit Zwangsmigration.

Das Werk ist Teil unserer zweisprachigen Karl-Alber-Reihe Vulnerabilität, Vulneranz, Resilienz | Vulnerability, Vulnerance, Resilience, die sich der Analyse der multiplen Machtwirkungen von Vulnerabilität, Resilienz und Vulneranz in ihrer Ambivalenz und Komplexität widmet.